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ESCCAP bietet Ihnen unabhängige Informationen zu Parasiten bei Hund und Katze, kleinen Heimtieren wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamstern sowie bei Pferden. Von Würmern, Flöhen und Zecken über Läuse und Mücken bis zu Hautpilzen und Einzellern wie Giardien und Toxplasma erhalten Sie fachlich fundierte und verständliche Informationen und Hilfestellungen. Zur Vorsorge gegen Würmer hilft Ihnen unser Entwurmungstest. Planen Sie eine Reise ins Ausland, beispielsweise nach Spanien, Italien, Griechenland oder der Türkei? Dann machen Sie unseren Reisetest und erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund vor Parasiten in Europa wie z. B. der Sandmücke (Überträger der Leishmaniose) schützen können.

Informationsfilme von ESCCAP Deutschland

Hier finden Sie drei kurze Informationsfilme zu Parasitenthemen bei Hunden und Pferden sowie das jeweilige Transkript.

Übersichtsvideo Babesiose beim Hund

Babesiose beim Hund erkennen

Wurmbefall beim Pferd

Transkripte der Videos

Die Babesiose beim Hund ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die sich in bestimmten Regionen Deutschlands aktuell neu ausbreitet. Sie kann Hunde jeden Alters betreffen, fälschlicherweise wird sie oft auch als Hunde-Malaria bezeichnet.

Ausgelöst wird sie durch Blut-Parasiten, die durch einen Zeckenbefall übertragen werden. Überträger der Babesiose beim Hund ist vor allem die Buntzecke. Lange galt die Babesiose des Hundes als Reisekrankheit aus dem Mittelmeerraum; in den vergangenen Jahren hat sie sich jedoch weiter in den Norden ausgebreitet. Der Grund dafür ist unter anderem die Verbreitung der Überträgerzecke sowie der Import von infizierten Hunden. Dadurch kommt die Babesiose bei Hunden offenbar auch in Deutschland vermehrt vor.

Doch wie können Sie Ihren Hund vor einer Infektion mit der Babesiose schützen?

Es ist wichtig, Hunde nach jedem Spaziergang auf Zecken hin abzusuchen und diese gegebenenfalls abzusammeln. Auch wenn Ihr Hund bereits einen Zeckenstich hat, ist es wichtig, die Zecke umgehend zu entfernen. Die Blut-Parasiten werden nämlich erst nach einem gewissen Zeitraum übertragen. Man geht von 12 bis 72 Stunden nach dem Zeckenstich aus.

Des Weiteren hilft die Anwendung von Zeckenschutzpräparaten. Am besten ist man beraten mit einem Besuch in der Tierarztpraxis, dort wird man Ihnen ein für Ihr Tier geeignetes Zeckenschutz-Mittel empfehlen. Außerdem wird Ihnen gezeigt, was bei der Anwendung zu beachten ist, damit das Mittel richtig wirken kann.

Mehr Informationen zur Hunde-Babesiose und anderen Parasiten-Themen finden Sie auf www.esccap.de – Ihrem Expertenrat bei Parasiten-Fragen.

Woran erkennt man Babesiose beim Hund?

Während die Babesiose noch bis vor wenigen Jahren als reine Import- oder Reisekrankheit galt, belegen jüngere Daten ein Vorkommen auch in verschiedenen Regionen Deutschlands.

Die Babesiose tritt in der Regel plötzlich auf. Bei etwa der Hälfte der betroffenen Hunde kommt es zu Fieber, welches auf 42 Grad steigen kann. Doch wie erkennt man Fieber bei Hunden? Ist zum Beispiel die Nase trocken, Ohren oder Achseln erwärmt und fühlt sich der Bauch heiß an, empfiehlt sich eine Temperaturmessung.

Zudem zeigen Hunde bei einer Babesiose-Erkrankung oft wenig Appetit. Sie sind matt und schlapp und verlieren unter Umständen an Gewicht. Atemnot, blasse Schleimhäute und ein rot gefärbter Urin sind ebenso weitere Symptome der Babesiose. Wenn Ihr Hund eines oder mehrere dieser Symptome zeigt, wenden Sie sich umgehend an Ihre Tierarztpraxis.

Ist Babesiose beim Hund heilbar?

Wird die Babesiose früh erkannt und behandelt, kann sich der Hund wieder vollständig erholen. Liegen jedoch bereits schwere Schädigungen durch die Babesiose vor, dann fällt die Prognose schlechter aus. Besteht zum Beispiel ein Nierenversagen, verläuft die Babesiose nicht selten tödlich.

Ist die Hunde-Babesiose von Hund zu Hund oder auf den Menschen übertragbar?

Die Hunde-Babesiose kann grundsätzlich nicht direkt von Hund zu Hund übertragen werden. Ebenso erfolgt keine Übertragung auf den Menschen. Nur durch einen Zeckenstich kommt es auf natürlichem Wege zur Ansteckung mit der Babesiose. Um die Krankheitserreger zu übertragen, muss die infizierte Zecke aber einige Stunden Blut saugen.

Wie schütze ich meinen Hund vor Babesiose?

Um Ihren Hund vor einer Ansteckung mit der Babesiose zu schützen, sind folgende Maßnahmen hilfreich: Suchen Sie Ihren Hund regelmäßig auf Zecken ab und entfernen Sie diese gegebenenfalls sofort. Wenden Sie zur Verhinderung einer möglichen Babesiose-Infektion ein geeignetes Zeckenschutzpräparat an. Lassen Sie sich dazu am besten in Ihrer Tierarztpraxis beraten.

Für mehr Informationen zur Hunde-Babesiose und anderen Parasiten-Themen gehen Sie auf www.esccap.de – Ihrem Expertenrat bei Parasitenfragen.

Wie erkennt man Würmer beim Pferd?

Wurmbefall bei Pferden kann unter anderem zu Verdauungsbeschwerden und allgemeinen Krankheitserscheinungen führen.

Die Verdauungsbeschwerden können mit Durchfall oder Verstopfung, mit Koliken bis hin zu gefährlichen Darmverschlüssen einhergehen. Mitunter zeigen sich weitere allgemeine Symptome, wie zum Beispiel Gewichtsverlust, Fieber oder auch ein auffällig stumpfes Fell.

Welche Würmer gibt es beim Pferd?

Zu den häufigsten Wurmarten beim Pferd zählen kleine Strongyliden, Spulwürmer, Bandwürmer und Pfriemenschwänze. Auch die besonders krank machenden großen Strongyliden scheinen nach neueren Untersuchungen auf mehr Betrieben als zuletzt angenommen vorzukommen.

Mit den kleinen und großen Strongyliden infizieren sich Pferde vor allem auf der Weide. Besonders der Befall mit großen Strongyliden kann unter anderem zu hochgradigen Koliken, Bauchfellentzündungen oder zur Blutarmut führen.

Von Spulwürmern sind vor allem Fohlen und junge Pferde betroffen. Zu Infektionen kommt es im Stall und auf der Weide. Nach der oralen Aufnahme der sich in der Außenwelt in den Spulwurmeiern entwickelnden infektiösen Larvenstadien der Spulwürmer, durchwandern sie verschiedene Organe, wie Leber oder Lunge, bevor sie im Dünndarm zu bis zu 50 cm langen Würmern heranwachsen.

Die bei Pferden am häufigsten vorkommende Bandwurmart ist Anoplocephala perfoliata. Die Infektion erfolgt über die Aufnahme von infizierten Moosmilben beim Grasen.

Mit dem Pfriemenschwanz Oxyuris equi können sich Pferde sowohl auf der Weide als auch im Stall infizieren. Meist ist der Befall eher harmlos. Weil die Eiablage im Bereich des Anus jedoch zu einem starken Juckreiz führt, scheuern sich befallene Pferde häufig z. B. an Stalleinrichtungen und besonders im oberen Bereich der Schweifrübe.

Für die erfolgreiche Kontrolle der Infektion sind neben der Entwurmung unbedingt Hygienemaßnahmen erforderlich.

Praxisnahe Hinweise zum effektiven und nachhaltigen Schutz vor durch Wurminfektionen hervorgerufenen Erkrankungen bei Pferden und zu anderen Parasiten-Themen finden Sie auf www.esccap.de – Ihrem Expertenrat bei Parasitenfragen.

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